02 PAST

02 PAST:
UnAlgorithm

2023

Die Ausstellungsserie UNalgorithm fokussiert sich auf die Werke von fünf Künstlerinnen, die sich intensiv mit technologischen Neuerungen und aufstrebenden künstlerischen Ausdrucksformen auseinandersetzen. Das Ziel von UNalgorithm ist es, Künstlerinnen aus den Bereichen technologiebezogene Kunst und Medienkunst zu präsentieren und zu fördern. In einer Ära, in der digitale Werkzeuge und neue Technologien die künstlerische Produktion zunehmend beeinflussen, widmet sich diese Ausstellungsserie der Erforschung und Förderung des Potenzials dieser Medien als künstlerisches Werkzeug und Spielfeld für Künstlerinnen. Trotz der möglichen Erweiterung von Ressourcen und Chancen durch diese Entwicklung zeigt sich seit der Net Art-Bewegung der 90er Jahre, dass das Feld der technologiegetriebenen Kunst dazu neigt, alte Ungleichheiten und Strukturen der Geschichte widerzuspiegeln. Hier setzt SOMA mit 'UNalgorithm' an, um die Diversität im von Technologie geprägten Kunstbereich zu fördern und zu stärken. Das Projekt "UNalgorithm" wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt.








Suah Im
Sahar Homami
Jung Hsu
Chen-Hsiangfu
Sunkyu Lee



Curator:

Nabi Nara

FLATLAND

Sunkyu Lee

“An unspeakable horror seized me.”
—Flatland

EN
In this exhibition, artist Sunkyu Lee draws inspiration from Edwin A. Abbott's renowned work, "Flatland," merging satire and mathematics to delve into the intricacies of dimensions and provoke contemplation about realities beyond our familiar two-dimensional space. Lee has meticulously set two guiding principles for this exhibition:
Transform every square into a solid form.
Arrange videos below and sculptures above.
Embarking on a narrative akin to Abbott's "Flatland," the audience is prompted to reflect on the potential existence of dimensions beyond our customary two-dimensional framework. Much like the protagonist's transformative encounter with Sphere from Spaceland, viewers are encouraged to question the depth and intricacies inherent in our own world. Flatland is a satirical and mathematical fable by Edwin A. Abott. A Square living in the two-dimensional world of Flatland, is visited by Sphere from a three-dimensional Spaceland. When the square comes to Spaceland, he is convinced of the possibility of the existence of a higher dimension. In its simplicity, the exhibition expresses a yearning for a reality as straightforward as a square. However, as participants navigate the space, they are confronted with the complexity, depth, and memories intricately woven into our world.

This exhibition is a part of the “UNalgorithm” project, dedicated to promoting diversity within the technology-driven art domain. The project “UNalgorithm” is supported by Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.


DE
In dieser Ausstellung schöpft die Künstlerin Sunkyu Lee Inspiration aus Edwin A. Abbotts renommiertem Werk 'Flatland', indem sie Satire und Mathematik vereint, um die Feinheiten von Dimensionen zu erforschen und zur Kontemplation über Realitäten jenseits unserer vertrauten zweidimensionalen Welt anzuregen.
Lee hat präzise zwei Leitprinzipien für diese Ausstellung festgelegt:
Verwandle jede quadratische Form in eine feste Form. Ordne Videos unterhalb und Skulpturen oberhalb an.
Die Besucherinnen werden auf eine Erzählreise mitgenommen, ähnlich der in Abbotts 'Flatland', und dazu angeregt, über die potenzielle Existenz von Dimensionen jenseits unserer gewohnten zweidimensionalen Struktur nachzudenken. Ganz wie die transformative Begegnung der Protagonistin mit der Kugel aus Spaceland werden die Zuschauerinnen ermutigt, die Tiefe und Feinheiten in unserer eigenen Welt zu hinterfragen. 'Flatland' ist eine satirische und mathematische Fabel von Edwin A. Abbott. Ein Quadrat lebt in der zweidimensionalen Welt von Flatland und wird von einer Kugel aus dem dreidimensionalen Spaceland besucht. Als das Quadrat nach Spaceland kommt, ist es von der Möglichkeit der Existenz einer höheren Dimension überzeugt. Die Ausstellung drückt in ihrer Einfachheit ein Verlangen nach einer Realität aus, die so geradlinig ist wie ein Quadrat. Doch während die Besucherinnen den Raum durchqueren, sehen sie sich mit der Komplexität, Tiefe und den in unsere Welt verwobenen Erinnerungen konfrontiert.

Diese Ausstellung ist Teil des Projekts 'UNalgorithm', das sich der Förderung von Vielfalt im technologiegetriebenen Kunstbereich widmet und von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt wird.


Heterotopography

Hsiangfu Chen & Jung Hsu

EN
"Heterotopography" invites visitors to explore the dynamic interplay between urban landscapes and the human body, as envisioned by the distinct perspectives of artists Hsianfu Chen and Jung Hsu. Hsiangfu Chen’s works scrutinize urban gentrification, capital concentration and the dynamic fluctuations within the real estate market. Her work provides a poignant commentary on the mounting cost of inhabiting urban spaces. Employing graphic representations, she unravels the intricate relationship between income disparities and urban evolution. Conversely, Jung Hsu shifts to a micro perspective, drawing parallels between colonial perspectives and the human body as a geographical environment. Her pieces navigate the realms of internal governance, microbial inhabitants, and the microscopic regulation of biopolitics. By juxtaposing urban citizen resistance with bacterial survival strategies, She prompts contemplation on the potential for human resistance and homage to various life forms. Collectively, Hsiangfu Chen and Jung Hsu challenge the notion of control, prompting us to ponder whether we are adapting and resisting in our ever-changing environments. "Heterotopography" offers an insightful exploration of the interconnectedness between urban evolution and human resilience.

This exhibition is a part of the “UNalgorithm” project, dedicated to promoting diversity within the technology-driven art domain. The project “Unalgorithm” is supported by Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt and Taiwan National Culture and Art foundation.

DE
"Heterotopography" lädt Besucher*Innen dazu ein, die dynamische Wechselwirkung zwischen städtischen Landschaften und dem menschlichen Körper zu erkunden, wie sie von den einzigartigen Perspektiven der Künstler Hsianfu Chen und Jung Hsu dargestellt werden. Hsianfu Chens Werke untersuchen die städtische Gentrifizierung, die Konzentration von Kapital und die dynamischen Schwankungen auf dem Immobilienmarkt. Ihre Kunst bietet einen nachdenklichen Kommentar zur steigenden Kosten für das Leben in städtischen Räumen. Durch grafische Darstellungen entwirrt sie die komplexe Beziehung zwischen Einkommensunterschieden und der Entwicklung von Städten. Im Gegensatz dazu wechselt Jung Hsu zu einer mikroskopischen Perspektive und zieht Parallelen zwischen kolonialen Ansichten und dem menschlichen Körper als geografischer Umgebung. Ihre Kunstwerke erforschen die Bereiche der internen Steuerung, der mikroskopischen Bewohner und der fein abgestimmten Regulierung der Biopolitik. Indem sie den Widerstand städtischer Bürger mit den Überlebensstrategien von Bakterien gegenüberstellt, regt sie zum Nachdenken über das Potenzial des menschlichen Widerstands und zur Ehrung verschiedener Lebensformen an. Zusammen fordern Hsianfu Chen und Jung Hsu das Konzept der Kontrolle heraus und regen uns dazu an zu überlegen, ob wir uns anpassen und Widerstand leisten in unserer sich ständig verändernden Umgebung. "Heterotopography" bietet eine aufschlussreiche Erkundung der Verbindungen zwischen städtischer Entwicklung und menschlicher Widerstandsfähigkeit.

Diese Ausstellung ist Teil des Unalgorithm Projekts, das die Vielfalt in der technologiegetriebenen Kunst fördert. Das Projekt "Unalgorithm" wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Taipeh Vertretung in der Bundesrepublik Deutschland unterstützt.

Divān-e-Digital

Sahar Homami

EN
"Divān-e-Digital" by Sahar Homami delves into the interplay between traditional wisdom and modern technology.

The series juxtaposes "Divān," a Persian term traditionally used to describe a collection of poems, with "Digital," emphasizing the crossroads of classical art forms such as Calligraphy and contemporary technology.

Homami's work manifests as poetic endeavors translated into digital mediums. Within this framework, their oeuvre operates as a modern digital anthology, articulated in a realm of bits and pixels.
Each project within the series addresses distinct facets of mysticism, technology, and the complex labyrinth of human perception.

As a Tehran-born, Berlin, and Montreal-based nonbinary artist, Homami adds a unique layer to the technologically driven art world.
Their work goes beyond a mere blend of classicism and modernity, serving as a form of activism that channels mysticism and philosophy to foster alternative viewpoints and collective human growth.


Sahar Homami is an audiovisual composer, calligrapher, and researcher. With academic foundations in engineering in Iran and mastery in Persian Calligraphy from the Society of Iranian Calligraphers, as well as Computation Arts in Canada, Homami crafts unique multidisciplinary projects that intersect computational arts, storytelling, and mysticism (Erfan), pushing the boundaries of perception.

DE
"Divān-e-Digital" von Sahar Homami befasst sich mit dem Zusammenspiel von traditioneller Weisheit und moderner Technologie.
Die Serie stellt "Divān", einen persischen Begriff, der traditionell zur Beschreibung einer Gedichtsammlung verwendet wird, "Digital" gegenüber und betont damit die Kreuzung klassischer Kunstformen wie der Kalligrafie mit moderner Technologie.

Homamis Arbeit manifestiert sich als poetische Bemühungen, die in digitale Medien übersetzt werden. Innerhalb dieses Rahmens funktioniert ihr Werk als moderne digitale Anthologie, die sich in einer Welt der Bits und Pixel artikuliert.
Jedes Projekt innerhalb der Serie befasst sich mit unterschiedlichen Facetten von Mystik, Technologie und dem komplexen Labyrinth der menschlichen Wahrnehmung.

Als in Teheran geborene, in Berlin und Montreal lebende nicht-binäre Künstler*in fügt Homami der technologisch geprägten Kunstwelt eine einzigartige Ebene hinzu.
Ihre Arbeit geht über eine bloße Mischung aus Klassik und Moderne hinaus und dient als eine Form des Aktivismus, die Mystik und Philosophie kanalisiert, um alternative Sichtweisen und kollektives menschliches Wachstum zu fördern.

Sahar Homami ist eine audiovisuelle Komponist*in, Kalligraf*in und Forscher*in. Mit akademischen Grundlagen in Ingenieurwesen im Iran und einer Ausbildung in persischer Kalligraphie bei der Gesellschaft iranischer Kalligraphen sowie in Computerkunst in Kanada, entwickelt Homami einzigartige multidisziplinäre Projekte, die Computerkunst, Geschichtenerzählen und Mystik (Erfan) miteinander verbinden und die Grenzen der Wahrnehmung erweitern.

Smooth Criminal

Suah Im

EN
Suah Im explores the essence of her own being through her artistic work, embarking on a journey that began with keen observation and a deep appreciation for qualities like subtlety, adaptability, and resilience.

As she evolved, Suah Im confronted challenges and expanded her horizons, drawing inspiration from ancient Eastern philosophies, particularly Daoism, to reflect on the dynamic interplay of forces, transformations, and the emergence of diversity.

What sets Suah Im's artistic practice apart is her adept integration of tech-driven elements, including coding, into her work. In this fusion of traditional and cutting-edge approaches, she skillfully incorporates installation, drawing, performance, and video to create a compelling tapestry of expression.

Suah Im was selected for publication support by the Ministry of Science, Research, and the Arts in Baden-Württemberg (2021) and received her first exhibition grant from the Kunstfonds Bonn (2022). Currently based in Berlin, she continues to push the boundaries of her artistic exploration.

This exhibition is a part of the "UNalgorithm" project, dedicated to promoting diversity within the technology-driven art domain. The project "UNalgorithm" is supported by Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

DE
Suah Im erkundet die Essenz ihres eigenen Seins durch ihre künstlerische Arbeit und begann diese Reise mit aufmerksamer Beobachtung und einer tiefen Wertschätzung für Qualitäten wie Subtilität, Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit.

Im Laufe ihrer Entwicklung hat Suah Im mutig Herausforderungen angenommen und ihre Horizonte erweitert, wobei sie sich von alten östlichen Philosophien, insbesondere dem Daoismus, inspirieren ließ, um über das dynamische Zusammenspiel von Kräften, Transformationen und dem Aufkommen von Vielfalt nachzudenken.

Was Suah Im's künstlerische Praxis auszeichnet, ist ihre geschickte Integration von technologiegetriebenen Elementen, einschließlich Codierung, in ihre Arbeit. In dieser Verschmelzung von traditionellen und modernen Ansätzen integriert sie gekonnt Installationen, Zeichnungen, Performances und Videos, um ein fesselndes Gesamtbild des Ausdrucks zu schaffen.

Im Jahr 2021 wurde Suah Im vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg ausgewählt, und 2022 erhielt sie ihr erstes Ausstellungsstipendium vom Kunstfonds Bonn. Außerdem wurde sie für den UdK Berlin Art Award nominiert. Derzeit lebt sie in Berlin und setzt ihre Grenzen der künstlerischen Erkundung weiterhin aus.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts "UNalgorithm", unterstützt von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, um die Vielfalt im technologiegeprägten Kunstbereich zu fördern.

There is No Such Thing as a Blue Bird

2024

Group exhibition with Berlin-Los Angeles-Mexico City
Mexico City: Vernacular Institute (curator: Jo Ying Peng),
L.A.: Central Server Works

Val Lee
Sean Shim-Boyle
Tobias Groot
Maria Kobylenko
Zion König
Marlon Nicolaisen
Johannes Thiel

DE
Vogelfedern, die blau erscheinen, sind nicht aufgrund von Pigmenten blau. Ihre strukturelle Farbe existiert virtuell und wird (durch Interferenz) aktiviert, wenn weißes Licht auf die Federn trifft. In der Ausstellung "There is No Such Thing as a Blue Bird" werden Werke aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft dreier Städte - Los Angeles, Berlin und Mexiko-Stadt - gezeigt, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen Natur und Technologie, Hoffnung und dem schwer zu fassenden blauen Vogel beschäftigen. Die Ausstellung findet als begleitende Veranstaltung des künstlerischen Austauschs B_LA_M (Berlin-Los Angeles-Mexiko City) statt.

EN
Bird feathers that appear blue do not do so because of pigment. Their structural color exists virtually and is activated (through interference) when white light hits the feathers. As we present works from the past, present, and future of three cities—Los Angeles, Berlin, and Mexico City—"There is No Such Thing as a Blue Bird" brings together artists whose works explore the field of tension between nature and technology, dealing with hope and the elusive blue bird.
The exhibition takes place as a collateral event of the Art Space exchange B_LA_M (Berlin-Los Angeles-Mexico City).